Achtung vor dem Leben
Die Natur ist um ihrer selbst willen wertvoll. Arten und ihre Lebensräume zu erhalten ist ein eigenständiges Ziel.
Die Erde — das gemeinsame
AKAVAKA · Ein Bildungsprojekt für alle
Eine Welt, die wir lieben.
Eine Zukunft, für die wir sorgen.
01 / Warum es wichtig ist
Ein Wald ist mehr als Holz.
Ein Fluss ist mehr als eine Ressource.
Leben ist mehr als sein Nutzen für uns.
Wir sind Teil der Natur und teilen dieses Zuhause mit anderen Lebewesen. Ihren Eigenwert zu achten bedeutet, dem Leben Raum zu lassen, auch wenn es uns keinen unmittelbaren Vorteil bringt.
Die Menschen, die nach uns kommen, können an heutigen Entscheidungen noch nicht mitwirken. Doch sie werden die Welt erben, die wir bewahren — oder verlieren.
Wie aus Fürsorge Entscheidungen werdenUnser Manifest
Mit Wäldern, in denen Vögel zu hören sind. Mit Flüssen, in denen Fische leben. Mit einer erstaunlichen Vielfalt von Wesen, von denen jedes seinen Platz im großen Zuhause Erde hat.
Wir glauben, dass Liebe zur Natur zu Handeln werden kann und persönliche Verantwortung zu einer gemeinsamen Aufgabe. Dass Entwicklung mit Achtung vor dem Lebendigen möglich ist. Dass künftige Generationen ein Recht auf ihr Naturerbe haben.
Unser Weg ist es, wahrzunehmen, zu lernen, zu diskutieren und zu handeln. Ohne Vorwürfe und ohne den Anspruch, vollkommen zu sein. Mit Aufmerksamkeit für Fakten, Menschen und die Folgen unserer Entscheidungen.
02 / Unsere Grundsätze
Gemeinsame Orientierung für persönliches Handeln
und gesellschaftliche Entscheidungen.
Die Natur ist um ihrer selbst willen wertvoll. Arten und ihre Lebensräume zu erhalten ist ein eigenständiges Ziel.
Künftigen Generationen sollen ihr Naturerbe und die Möglichkeit bleiben, ihren eigenen Weg zu wählen.
Verständnis gewinnt durch Handeln an Kraft. Wir können mit einem machbaren Schritt beginnen und beständig weitermachen.
Entscheidungen brauchen offene Daten, unabhängige Bewertungen und Respekt vor den Menschen, die von Veränderungen betroffen sind.
03 / Ideen und Lösungen
Wir schlagen einen Rahmen zum Schutz der Natur und der Interessen künftiger Generationen vor. Dies ist ein Konzept, kein geltendes Recht, kein beschlossenes Programm und keine Beschreibung eines bestehenden Gremiums.
Vorgeschlagen wird, den Schutz des Naturerbes künftiger Generationen als Verfassungsgrundsatz zu verankern. Bei Entscheidungen sollen langfristige Folgen für die biologische Vielfalt und die Lebensräume berücksichtigt werden.
Eine offene Frage: Wie lassen sich die Interessen noch nicht geborener Menschen vertreten und die Einhaltung dieses Grundsatzes überprüfen?
Ein Rat mit 9 Mitgliedern könnte sich auf die fortlaufende Beobachtung des Zustands der Natur, unabhängige Forschung und Eingaben aus der Bevölkerung stützen. Daten, Methoden und Entscheidungsbegründungen sollen veröffentlicht werden.
Unabhängigkeit braucht eine transparente Auswahl, die Offenlegung von Interessen und Finanzierungsquellen, den Ausschluss bei Interessenkonflikten und ein überprüfbares Losverfahren zur Auswahl von drei Fachleuten aus einem Kreis von 30–40 Personen.
Bei einer begründeten Gefahr möglicherweise unumkehrbarer Schäden wird vorgeschlagen, eine gefährliche Tätigkeit unverzüglich und vorübergehend stoppen zu können. Anschließend soll eine unabhängige Prüfung erfolgen.
Ein Moratorium von 1–3 Jahren könnte Zeit schaffen, um die Folgen zu untersuchen und Alternativen zu finden. Dauer, Gebiet und Umfang der Einschränkungen müssen für den jeweiligen Fall begründet werden.
Noch auszuarbeiten sind: die Anforderungen an Nachweise, Fristen für die Eilprüfung, Rechtsbehelfe und die Bedingungen für das Ende eines Moratoriums.
Ein Moratorium soll nach diesem Vorschlag nur durch einen einstimmigen Ratsbeschluss vorzeitig aufgehoben werden dürfen — bei nachweislich beseitigter Gefahr und mit einer veröffentlichten Begründung.
Schutzvorkehrungen zur Diskussion: unabhängige Gutachten, öffentliche Protokolle, Offenlegung von Interessenkonflikten, das Recht auf Anfechtung, externe Kontrolle und Verantwortlichkeit für wissentlich falsche Daten.
Wie lässt sich die Natur schützen und zugleich eine unbegründete Blockade vermeiden? Das Verfahren zum Ausschluss und zur Ersetzung von Ratsmitgliedern bei Abstimmungen muss gesondert festgelegt werden.
Zur Diskussion stehen Grenzen für die zulässige Belastung von Ökosystemen auf Grundlage wissenschaftlicher Bewertungen. Dabei sollen kumulierte Auswirkungen und örtliche Besonderheiten berücksichtigt werden.
Eine Quote darf nicht zur Erlaubnis für unumkehrbare Verluste werden. Erforderlich sind eine öffentliche Erfassung, die Kontrolle der Einhaltung und ein gesonderter Schutz unersetzlicher Naturräume.
Die Arten der Quoten, Maßeinheiten und Verteilungsregeln sind noch nicht festgelegt.
Veränderungen zum Schutz der Natur sollten mit klaren Modernisierungsfristen, der Förderung sichererer Technologien und Weiterbildungsangeboten für Beschäftigte verbunden werden.
Vorgeschlagen wird, Folgen für Unternehmen und örtliche Gemeinschaften im Voraus zu bewerten sowie Finanzierungsquellen und überprüfbare Verpflichtungen der Beteiligten zu diskutieren. Die Unterstützung des Übergangs darf Maßnahmen bei drohenden unumkehrbaren Schäden nicht verzögern.
Eine gute Idee hält Fragen stand.
Dieses Konzept muss noch gemeinsam mit Wissenschaft, Rechtsfachleuten, Gemeinschaften und Unternehmen geprüft werden.
04 / Artikel
Unser Magazin über Natur und Verantwortung.
Über den Wert der lebendigen Welt, Verantwortung für die Zukunft und den Weg vom Wissen zum Handeln.
Ein Blick auf die lebendige Welt jenseits ihres Nutzens für den Menschen.
Artikel lesenÜber das Naturerbe und die Verantwortung für langfristige Folgen.
Artikel lesenWie wir einen machbaren Schritt wählen und aus einer Absicht eine Gewohnheit machen.
Artikel lesenVeröffentlichte Artikel: 3.
05 / Mitmachen
Sie müssen nicht alles tun. Wählen Sie einen Schritt, der Ihnen am Herzen liegt: mehr erfahren, einen Gedanken teilen oder der Natur in Ihrer Nähe helfen.
Möglichkeiten zum Mitmachen folgen später.
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